Business Automation für Schweizer Banken

Automatisierung scheitert selten an der Technologie. Sie scheitert daran, dass niemand den Prozess end-to-end verantwortet, dass Regeln in Code vergraben sind, statt vom Fachbereich gepflegt zu werden und dass jede regulatorische Änderung ein neues Release erfordert.


Fünf Technologien, ein Prozess

BPMN und CMMN: Prozesse und Fälle visuell steuern

Mit BPMN und CMMN modellieren und orchestrieren Sie Geschäftsprozesse und Fallbearbeitungen standardbasiert. Die Modelle sind nicht nur Dokumentation, sondern ausführbare Grundlage für Ihre Abläufe. So werden Zuständigkeiten, Fristen, Eskalationen und Freigaben transparent – von der ersten Aktivität bis zum Prozessabschluss.

Mögliche Plattformen:  Camunda, Flowable, UiPath

Decision Management mit DMN: Geschäftsregeln selbst pflegen

Mit DMN werden Geschäftsregeln in nachvollziehbaren Entscheidungstabellen abgebildet. Compliance und Fachbereiche können Regeln selbst pflegen und Änderungen kontrolliert umsetzen. Eine neue Schwelle oder Prüflogik wird konfiguriert, nicht programmiert. Das verkürzt regulatorische Änderungszyklen und schafft eine klare Trennung zwischen Prozess, Entscheidung und technischer Umsetzung.

Robotic Process Automation: Brücke zu Altsystemen

Nicht jedes Altsystem verfügt über eine moderne Schnittstelle – und nicht jedes wird eine erhalten. RPA überbrückt diese Lücke dort, wo eine Integration kurzfristig oder technisch nicht anders möglich ist. Bots übernehmen klar definierte Aufgaben im Front- und Back-Office. Dabei verstehen wir RPA als pragmatische Brücke, nicht als Ersatz für eine nachhaltige Systemintegration.

Mögliche Plattformen:  UiPath, Blue Prism, Automation Anywhere

Process Mining: Erst messen, dann automatisieren

Erfolgreiche Automatisierung beginnt mit einem realistischen Bild des Ist-Prozesses. Process Mining macht sichtbar, wo Engpässe, Abweichungen und unnötige Wiederholungen entstehen. So erkennen Sie, welche Prozesse sich für eine Automatisierung eignen, wo der grösste Nutzen liegt und wie sich Verbesserungen nach der Umsetzung messen lassen.

Mögliche Plattformen:  Celonis, UiPath, ARIS

Agentische KI: Wenn Regeln allein nicht ausreichen

Nicht jeder Arbeitsschritt lässt sich vollständig regelbasiert abbilden: Dokumente zu prüfen, Adverse-Media-Treffer zu bewerten oder Fallzusammenfassungen aus mehreren Quellen zu erstellen erfordert Kontextverständnis und menschliche Prüfung. Der Prozess bleibt in BPMN deterministisch und auditierbar. Agenten arbeiten in klar abgegrenzten Service-Tasks mit definiertem In- und Output. Ergebnisse werden belegt; regulatorische Entscheidungen bleiben beim Menschen. So wird Hyper-Automation Realität.


Produktneutral und transparent bei Lizenzen

Wir verkaufen keine Plattform. Wir wählen die Lösung, die zu Ihrer Ausgangslage, Ihrer Organisation und Ihren regulatorischen Anforderungen passt.

Flowable, Camunda und Appway adressieren unterschiedliche Szenarien. Die entscheidenden Unterschiede liegen dabei häufig nicht in der Technologie, sondern in Prozessverantwortung, Governance, Betriebsmodell und Veränderungsfähigkeit.

Unser Vorgehen ist pragmatisch: Wo möglich, starten wir mit einem Proof of Concept auf einer Open-Source-Version und entscheiden erst danach über den regulierten Produktivbetrieb und die passende Lizenzierung.

Sie sehen den funktionierenden Prozess, bevor Sie eine langfristige Lizenzentscheidung treffen. Das schafft Transparenz für Ihre Organisation und belastbare Grundlagen für Ihren Business Case.


Anbindung an Ihr Kernbankensystem

Automatisierte Prozesse sind nur so gut wie ihre Anbindung. Wir verbinden die Orchestrierung mit dem System, das Sie bereits betreiben (Avaloq, Finnova, Temenos, Olympic, T24) über REST/SOAP, MuleSoft oder Kafka, inklusive IAM, E-Signatur und sicherem Dokumentenaustausch.


FAQ


Beide sind BPMN-Engines mit vergleichbarem Kern. Flowable bringt CMMN und ein Case-Modell mit, das im CLM-Umfeld oft besser passt; Camunda hat die grössere Entwickler-Community und ein anderes Lizenzmodell. Wir entscheiden anhand Ihres Prozessprofils, nicht anhand einer Partnerschaft.

Als Brücke ja, als Zielbild nein. Wo eine Schnittstelle möglich ist, bauen wir die Schnittstelle.

Ihr Fachbereich. Das ist der Punkt von DMN — sonst hätten wir es hart codiert.

Alles, was sich eindeutig entscheiden lässt, gehört in DMN: dort ist es schneller, günstiger und vollständig nachvollziehbar. Agenten setzen wir dort ein, wo Text gelesen, bewertet oder zusammengefasst werden muss. Wer beides vermischt, bekommt ein System, das niemand mehr prüfen kann.

Jeder Agentenschritt ist ein Prozessschritt mit protokolliertem Input, Output und Quellenangabe. Bei regulatorisch relevanten Entscheiden bleibt die Freigabe beim Menschen — der Agent bereitet vor, er entscheidet nicht.


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