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Who is who@adesso Group: Head of Big Data und Business Intelligence

René Leupold ist Senior Software-Architekt bei der adesso Schweiz AG in Bern

Dass René Leupold bei seinen Spezialgebieten immer darauf bedacht ist, die Nase in Sachen neuester Methoden und Technologien vorn zu haben, zeigt der Besuch auf seinem Xing-Profil: „You can’t do today’s job with yesterday’s methods and be in business tomorrow”. 2009 gründete er die .Net User Group Bern, die mittlerweile mehr als 400 Mitglieder hat. Regelmäßig werden Speaker aus dem In- und Ausland für Fachvorträge und zum anschließenden Know-how-Transfer eingeladen.

Warum bist du von Deutschland in die Schweiz ausgewandert? Ein Jobangebot?

Nein, nicht der Job. Ich bin vor 17 Jahren für meine Frau in die Schweiz gezogen und geblieben. Mein Lebensmittelpunkt ist nun hier und ich kann mir aktuell nicht vorstellen, woanders zu leben.

Da hat sich ja die Reisefrage „Berge oder Meer“ erledigt?

Ich fahre schon sehr gern in die Berge, der guten Luft und des tollen Ausblicks wegen. Unvergleichlich ist das Gefühl, auf einer Bergspitze über dem Nebelmeer zu stehen.

Wie war die Joblandschaft für dich damals bei deinem Umzug in die Schweiz?

Ich hatte umgehend einen neuen Job bei einem kleinen Softwarehaus in Bern. Schon damals waren Informatiker gesuchte Fachkräfte und so war ich mit meiner Suche nach einer passenden Stelle schnell erfolgreich.

Seit wann bist du bei adesso?

Ich bin jetzt seit bald zwei Jahren bei adesso am Standort Bern, und davor war ich zwei Jahre bei der Born Informatik AG tätig, die adesso im Jahr 2015 gekauft hat.

Du bist BI-Experte. Was interessiert dich speziell an dieser IT-Thematik?

Ich finde es spannend, wie Unternehmen aus der Aufbereitung von Informationen Erkenntnisse verschiedenster Art gewinnen können. Über das eigene Unternehmen, die Konkurrenz und die Marktentwicklung zum Beispiel. Als gelernter Industriekaufmann interessieren mich betriebliche Prozesse – und die Informatik erlaubt hier die Verbindung zwischen Daten und Geschäftsabläufen. Dabei geht es nach der Datensammlung ja um diese Fragen: Wie kann man Auswertungen sinnvoll machen, wie kann die Datenqualität verbessert werden und wie können die Daten so anschaulich visualisiert werden, dass sie Aussagekraft haben und der Kunde die richtigen Schlüsse ziehen kann.

Bist du ein Datenjunkie?

Ich finde nicht. Ich schaue schon gern über den Tellerrand hinaus. Seit ein paar Jahren spielen zunehmend ethische Überlegungen eine Rolle bei der Datenerhebung. Also über die reine Erhebung hinaus. So Fragen wie „Macht der Kontext der Datenerhebung überhaupt Sinn?“ oder „Gewinnt man die Daten solide oder gibt es Rahmenbedingungen, die das Ergebnis verfälschen?“ sind mir sehr wichtig.

Wofür schlägt dein Herz im Privatleben?

Für meine Familie, ich habe fünf Kinder im Alter von 7 bis 21 Jahren – und die Informatik.

Bleibt da Zeit für Hobbys?

Nicht wirklich. Denn erstens habe ich mein Hobby, die Informatik, eine meiner Leidenschaften, zu meinem Beruf gemacht und zweitens bin ich privat mit so einer großen Familie natürlich komplett ausgefüllt. Neben dem Job habe ich zusammen mit zwei Kollegen die .Net User Group Bern aufgebaut. Wir treffen uns regelmäßig zu Vorträgen, sprechen aber nicht ausschließlich über fachliche Themen. Mein privates und berufliches Netzwerk konnte ich so enorm ausbauen. Die Berner sind recht zurückhaltend und es war am Anfang gar nicht so leicht, Anschluss zu finden.

Wie würdest du dich beschreiben?

Eher zurückhaltend, besonnen. Von daher passe ich gut hierher. Man muss erst mal miteinander warm werden. Und außerdem halte ich es mit der russischen Weisheit: „Wer viel redet, erfährt wenig.“

Im Kundenkontakt ist das ein sehr gutes Motto.

Wir müssen ja erst mal das Problem der Kunden verstehen, um passgenaue Lösungen anbieten zu können. Also, ich höre jedenfalls erst mal genau zu, was der Kunde zu sagen hat und gehe dann auf ihn und seine Bedürfnisse ein. Damit fahre ich gut.

Ein aktueller Kunde von dir und deinem Team?

Für die FMH realisieren wir zurzeit mehrere Projekte. Die FMH ist der Berufsverband der Schweizer Ärzte und als solcher vertritt er die Interessen von über 40.000 Mitgliedern. Ärzte müssen sich ja fortlaufend weiterbilden und die FMH überwacht als Dachverband diese ärztlichen Weiter- und Fortbildungen. Bei der Fortbildungsplattform unterstützten wir die FMH bei der Bereinigung der Daten und der Migration. Im Bereich der Anerkennung von Weiterbildungsstätten digitalisieren wir den Geschäftsprozess. In einem anderen Projekt geht es darum, das Reporting für mobile Endgeräte nutzbar zu machen.

Welches Buch würdest du aktuell empfehlen?

„Das Neue und seine Feinde: Wie Ideen verhindert werden und wie sie sich trotzdem durchsetzen“ von Gunter Dueck. Seine Prognose: „Alle, die heute angesichts des radikalen digitalen Wandels abwinken oder lachen, sind morgen weg vom Fenster.“

Vielen Dank für das Gespräch!
René Leupold...

... engagiert sich für „Technology Innovations“ und betreut mehrere Kunden als Software-Architekt. Die Ausarbeitung von Strategien und bedarfsgerechten Lösungen liegt ihm besonders am Herzen.

E-Mail: Rene.Leupold@adesso.ch

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