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Hands-on-Mentalität und dabei pragmatisch, unkompliziert und flexibel handeln – das gehört zur Kultur von adesso. Aber geht das auch bei einem Thema wie Hunde im Büro? Hunde lenken doch nur ab, sind laut und machen Dreck! Viele Vorurteile begleiten dieses Thema, denn jeder kennt vermutlich eine Person mit einem denkbar unerzogenen Hund, den man auf keinen Fall neben sich im Büro liegen haben möchte.

Aber wie sieht die Realität mit Bürohunden eigentlich aus? Aus welchen Gründen hat die Praxis, Hunde im Büro zu erlauben, in den letzten Jahren an Popularität gewonnen und gibt es wirklich so viele Nachteile, wie Skeptikerinnen und Skeptiker immer behaupten? Wie wird das Thema bei adesso gehandhabt und gelebt? Alles nur Spielerei und Ablenkung? Der Alltagstest zeigt: Ganz und gar nicht!

Wie Strolchi, Nala und Co. sich nicht nur auf das Arbeitsklima positiv auswirken

Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gründen, aus denen Mitarbeitende länger gesundheitlich ausfallen. Stress, als eine der Hauptursachen hierfür, ist in der heutigen Zeit in vielen Arbeitsumgebungen allgegenwärtig und kann leider nie vollständig vermieden werden. Eine ständige Belastung durch Stress kann sich dabei nicht nur negativ auf die Gesundheit, sondern auch auf die Arbeitsleistung im Allgemeinen auswirken, was wohl kein Arbeitgeber gerne sieht.

Wie wäre es, wenn hier ganz leicht Abhilfe geschaffen werden könnte? Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben mittlerweile gezeigt, dass die Anwesenheit von Hunden am Arbeitsplatz den Stresslevel der Mitarbeitenden signifikant reduzieren kann. Die bloße Anwesenheit eines freundlichen Vierbeiners kann Stresshormone wie Cortisol senken und gleichzeitig die Ausschüttung von Endorphinen erhöhen. Besser noch ist der direkte Kontakt, denn hier werden bei Hund und Mensch das Kuschelhormon Oxytocin und das Glückshormon Dopamin ausgeschüttet. Dies trägt in so manchem Arbeitsalltag zwischen Projektgeschäft und Meeting-Flut dazu bei, dass die Mitarbeitenden entspannter und weniger gestresst sind, was sich wiederum positiv auf die Produktivität und Motivation im Allgemeinen auswirken kann.

Neben der besseren Arbeitsatmosphäre fördern Hunde auch die sozialen Interaktionen und die Teamarbeit zwischen Kolleginnen und Kollegen. Wenn Mitarbeitende Hunde mitbringen dürfen, schaffen sie eine gemeinsame Verantwortung für das Wohlbefinden der Tiere, egal ob sich nur ein oder mehrere Vierbeiner im gemeinsam genutzten Büro befinden. Darüber hinaus hebt das gemeinsame Lachen über lustige Hundeposen oder das Austauschen von Geschichten über die Haustiere die Stimmung und stärkt zwischenmenschliche Beziehungen. Und wie wir alle wissen, führt eine angenehme Arbeitsatmosphäre nicht nur zu einer insgesamt höheren Zufriedenheit, sondern kann auch die Kreativität und die Fähigkeit zur Problemlösung verbessern.

Falls es im Team trotzdem mal kriselt, sind Hunde außerdem bekannt für ihre Fähigkeit, emotionale Unterstützung zu bieten und ein bisschen Trost zu spenden. Einfach mal im Nachbarbüro vorbeischauen und fragen, ob der Bürohund kurz Zeit hat, kann in solchen Momenten wahre Wunder bewirken. Nicht ohne Grund werden sie auch liebevoll „Feel good“-Manager genannt. Auch eine gemeinsame Gassirunde in der Mittagspause hilft, den Kopf wieder freizubekommen, neue Energie zu tanken und trägt ganz nebenbei zu einem gesunden Herz-Kreislauf-System bei. Active break ganz einfach in den Arbeitsalltag integriert!

Hunde im Büro sind demnach nur ein netter „Benefit“ für die Mitarbeitenden? Ganz und gar nicht! Viele Beispiele bestätigen, dass sie darüber hinaus auch einen wesentlichen Einfluss auf die Attraktivität des Unternehmens für potenzielle Mitarbeitende oder deren Loyalität haben. Die Möglichkeit, Hunde mit zur Arbeit zu bringen, kann ein echter Anreiz sein, sich auf eine ausgeschriebene Stelle zu bewerben. In einer Zeit, in der Unternehmen um die besten Talente konkurrieren, kann die Hundefreundlichkeit eines Arbeitgebers den Unterschied ausmachen – bei mir persönlich war es so.

Ich wusste bereits im Vorfeld, dass Hunde in meiner präferierten adesso-Geschäftsstelle erlaubt sind, weshalb ich überhaupt eine Bewerbung in Erwägung gezogen habe. Heute bin ich sehr dankbar, dass ich trotz meines langen Fahrtweges meine Arbeitstage im Paderborner Büro vollständig produktiv und ohne Zeitdruck nutzen kann, und bin deshalb jederzeit gerne vor Ort.

Die Freiheit, den Hund mit ins Büro bringen zu dürfen, zeigt eine Form der Wertschätzung, die auch langfristig dazu führen kann, dass die Mitarbeitenden eine stärkere Bindung zum Unternehmen entwickeln, motivierter sind und sich für diesen Benefit ein Stück weit revanchieren wollen. Loyalität ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens, da sie die Fluktuation reduziert und bestenfalls erfahrene Mitarbeitende im Unternehmen hält.

Eine Menge Vorteile, die zeigen, dass Hunde im Büro nicht nur das Arbeitsumfeld bereichern, sondern auch einen positiven Einfluss auf die Zufriedenheit, die Produktivität und die Attraktivität eines Unternehmens für Fachkräfte haben können. Warum gibt es sie dann noch nicht in allen Unternehmen?

Nicht jeder ist überzeugt – und das ist auch völlig okay!

Der eine mag Äpfel, der andere Birnen. Oder eben Hunde, andere Tiere oder einfach gar keine – und das ist völlig okay. Ein Büroalltag mit Hund birgt neben den vielen Vorteilen auch Herausforderungen, die es zu überwinden gilt, damit sich möglichst alle Kolleginnen und Kollegen an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen können. Ein gemeinsames Verständnis der Bedürfnisse, klare Regeln in der Zusammenarbeit und gute Kommunikation helfen nicht nur im Projektalltag, sondern auch beim Thema Bürohund, um Bedenken abzulegen und Alltagsprobleme mit den vierbeinigen Kollegen zu lösen.

Die Geschäftsstelle in Paderborn geht in diesem Punkt mit gutem Beispiel und neuem, gemeinsam erarbeitetem Hundeknigge voran. Hier ein kleiner Auszug der wesentlichen Punkte:

  • Dein Hund ist gesund und entwurmt.
  • Dein Hund hat eine Grunderziehung genossen.
  • Dein Hund ist ruhig und stört niemanden aktiv.
  • Dein Hund ist außerhalb des eigenen Büros an der Leine zu halten.
  • Wenn das Büro mit anderen adessi geteilt wird, muss deren Zustimmung vorliegen.
  • Bei Veranstaltungen, Kundenevents etc. behalte deinen Hund in deinem Büro.
  • Der Aufenthalt sollte auf das eigene Büro beschränkt werden. Die gemeinsam genutzten Räumlichkeiten wie Konferenzräume, Küche und WC sind tabu.
  • Dein Hund ist verträglich, freundlich und springt niemanden an. Wenn dein Hund fremde Menschen oder andere Hunde nicht so mag, sorge für genügend Sicherheit. Vermeide für euch beide Stress und weise andere adessi frühzeitig darauf hin.

Bernd Leineweber, selbst Hundebesitzer und Geschäftsstellenleiter in Paderborn, steht nicht nur hinter dem neuen Hundeknigge, sondern vor allem hinter der Entscheidung, adessi gemeinsam mit ihren vierbeinigen Begleitern im Büro zu begrüßen. Die gute Atmosphäre in seiner Geschäftsstelle und die zufriedenen Kolleginnen und Kollegen zeigen, dass es auch auf diesem einfachen Weg möglich ist, Leben und Beruf noch besser miteinander vereinbaren zu können.

New Work hat heutzutage eben viele Bedeutungen: Bei adesso steht es nicht nur für Agilität, mobile Arbeit und gemütliche Sitzsäcke, sondern für ganzheitliche Mitarbeiterzufriedenheit – egal ob mit zwei oder vier Beinen. Einfach ein „Great Place to Work“ auf allen Ebenen!

Ihr sucht nach weiteren Informationen und wissenschaftlichen Studien zum Thema? Dann schaut vorbei auf der Seite des Bundesverbands Bürohund e. V.: https://bv-bürohund.de/wissenschaftliche-untersuchungen/

Bild Sissy-Christin Lorenz

Autorin Sissy-Christin Lorenz

Sissy-Christin Lorenz ist seit 2022 als IT Consultant bei adesso in der Line of Business Cross Industries tätig. Ihre Schwerpunktthemen liegen in den Bereichen Projektmanagement und Change Management.

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